Landtagspräsident Bernd Busemann bei seiner Rede (Fotograf: Hans-Joachim Nau)

Landtagspräsident Bernd Busemann bei seiner Rede (Fotograf: Hans-Joachim Nau)

Zu seinem 1. Politischen Aschermittwoch hatte der CDU Kreisverband Stade in die Niedersachsenschänke nach Fredenbeck eingeladen. „Es ist offen gesagt ein Experiment und eine Premiere für uns, den politischen Aschermittwoch auch im Landkreis Stade zu etablieren“, so der CDU-Kreisvorsitzende Kai Seefried vor Beginn der Veranstaltung. Am Ende des Abends zeigte sich, das Projekt ist gelungen, es war ein Abend voller Humor, guter Stimmung und zufriedenen Teilnehmern.

Mit einer launigen Begrüßungsrede eröffnete der Kreisvorsitzende und CDU-Landtagsabgeordnete Kai Seefried die Veranstaltung und verwies auf die Tradition des Politischen Aschermittwochs und darauf, dass man am heutigen Abend nicht alles so ernst nehmen sollte und die Spitzfindigkeiten und der Humor im Vordergrund stehen. Er freute sich „den ersten Mann im Staate“, den Niedersächsischen Landtagspräsidenten Bernd Busemann, als Hauptredner und sozusagen „Geburtshelfer“ für den ersten Politischen Aschermittwoch im Kreisverband begrüßen zu können. Natürlich wurde die Veranstaltung auch geprägt durch die anstehenden Wahlen am 25. Mai.

So stellte der CDU-Landratskandidat Michael Roesberg in einem Grußwort seine Ziele für die Zukunft des Landkreises Stade vor und machte auch deutlich, was man im Landkreis Stade nicht braucht. „Wir brauchen niemanden, der den Landkreis Stade nicht kennt, besserwisserisch daherkommt und unseren Landkreis schlecht redet“, so Roesberg.

In der Argumentation anschließend folgte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion und Landtagsabgeordnete Helmut Dammann-Tamke, der in einem insgesamt auf plattdeutsch gehaltenen Grußwort die politische Situation im Vorwahlkampf beleuchtete. Er zeigte Verständnis, dass man sich als neuer und unbekannter Kandidat profilieren müsste, „allerdings darf diese Profilierung nicht auf die Kosten anderer und mit persönlichen Attacken gegen den Amtsinhaber stattfinden.  Hier ist eine Grenze überschritten worden“, so Dammann-Tamke. Auch der Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in der Samtgemeinde Fredenbeck stellte sich persönlich vor und freute sich, diese Gelegenheit beim ersten Politischen Aschermittwoch der CDU zu erhalten.

Nach deftigem Grünkohl folgte dann die Hauptrede des Landtagspräsidenten Bernd Busemann, der es gut verstand, launige aber auch ernste Worte in seiner Aschermittwochsrede zu verbinden. So bildete seine Rede zunächst einen Schwerpunkt mit Blick auf die Europawahl und die derzeit sehr angespannte Situation in der Ukraine. Mit Blick auf die aktuelle Landespolitik stellte Busemann fest: „Wer nichts macht, macht auch nichts verkehrt. Bereits mehrfach musste die Tagesordnung des Landtages verkürzt werden, da nicht ausreichend Initiativen der Regierung vorliegen.“ Für die Region machte Busemann seine Unterstützung für Landrat Michael Roesberg deutlich: „Diese Region braucht jemanden, der die Themen und die Menschen vor Ort kennt und sich für die zukünftige Entwicklung auch bei schwierigen Themen einlässt.“ Die Verkehrsinfrastruktur mit einem Ausbau der A26 und A20 sei für die Region und für Niedersachsen von enormer Bedeutung.

Immer wieder wurden die Ausführungen gespickt von Witzen und Anekdoten bis dahingehend, dass während seiner Ausführungen zur Bundespolitik sein Handy klingelte und die Bundeskanzlerin ihn ermahnte. So blieb auch die eigene Partei von Selbstironie und Witz nicht verschont und der CDU-Kreisverband Stade folgte damit der alten Tradition des Politischen Aschermittwochs. Eines stand am Ende dann bereits fest: der Politische Aschermittwoch soll sich im Landkreis Stade weiter etablieren und die Niedersachsenschänke ist von der CDU bereits für das nächste Jahr wieder gebucht.