Der neue Kreisvorstand (Foto: Hans-Jürgen Weidlich)

Zu seinem diesjährigen CDU Kreisparteitag hatte der CDU Kreisverband Stade in das Herz des Alten Landes nach Jork auf den Herzapfelhof Lühs eingeladen.

In der besonderen Atmosphäre der neuen Räume des Herzapfelhofes standen die Neuwahlen des kompletten Kreisvorstandes sowie eine informative Diskussion mit den Abgeordneten aus dem Niedersächsischen Landtag und dem Deutschen Bundestag auf der Tagesordnung.

Seit 10 Jahren führt der CDU Landtagsabgeordnete und Generalsekretär der CDU in Niedersachsen Kai Seefried bereits die CDU im Landkreis Stade als Vorsitzender. Nach seinem Bericht dankten die Vorstandsmitglieder ihm für die erfolgreiche Arbeit und die gute Zusammenarbeit mit einem Geschenk. In seinem Bericht ging Seefried auf die vergangenen 10 Jahre, aber auch auf die aktuelle politische Stimmung und gesellschaftlichen Veränderungen ein. „Wir können stolz auf unsere derzeitige Positionierung im Landkreis Stade sein. Bei allen vergangenen Wahlen – von der kommunalen Ebene über den Niedersächsischen Landtag, den Deutschen Bundestag bis hin zum Europaparlament: bei allen Wahlen haben wir überdurchschnittliche Ergebnisse für die CDU erreichen können“, so Seefried. Den Grund sieht Seefried vor allem in der Geschlossenheit und dem gemeinsamen Auftreten der CDU im Landkreis, angefangen auf der Ebene der Gemeinden und Städte, bis hin zu den Abgeordneten in den Parlamenten, die gemeinsam für die Interessen der Region eintreten. Seefried schaute aber auch kritisch auf aktuelle Entwicklungen in Politik und Gesellschaft. „Wenn aus Hass Gewalt wird und sowohl Extremismus als auch Antisemitismus zunehmen, muss es gerade die CDU sein, die eine deutliche klare Linie aufzeigt: bis hierhin und nicht weiter!“ Eine klare Linie zog Seefried dann auch im Hinblick auf die Werteunion. Der Kreisvorsitzende unterstrich, dass es wichtig sei, dass die CDU unterschiedliche Lager habe, von sozial-liberal über eine starke Mitte bis hin zum Wertkonservativen. Genau hierin liege die Stärke der CDU als Volkspartei. Er scheue auch keine kritische Diskussion, sondern ermuntere ausdrücklich dazu, kontrovers zu diskutieren und um den richtigen Weg zu ringen. Hierfür benötige er jedoch ausdrücklich keine eigene Gruppierung, die meint, die Werte der CDU zu vertreten, sondern dies mache er selber und dies sollte auch jedes Mitglied der CDU für sich selbst tun. Erfolgreich könne man nur geschlossen und gemeinsam sein, so Seefried. Zum Abschluss richtete Seefried den Blick in Richtung Zukunft und forderte seine Partei bereits heute dazu auf, sich auf die Kommunalwahl im Jahr 2021 vorzubereiten. Es gehe jetzt darum, die richtigen Inhalte und die Zukunftsthemen für die Region zu entwickeln und Kandidatinnen und Kandidaten zur Mitarbeit zu motivieren.

Bei den anschließenden Wahlen zum neuen Kreisvorstand kam es aufgrund des Rückzuges von Alexander Krause aus Buxtehude als stellvertretenden Kreisvorsitzenden zu Veränderungen. Krause kandidierte in diesem Jahr aufgrund seiner beruflichen Situation nicht erneut für die Position. Für die Position der drei stellvertretenden Kreisvorsitzenden gab es sodann fünf Bewerbungen. Neben den beiden bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Silja Köpcke und Jürgen Deden bewarben sich Melanie Rost aus Stade, Jürgen Schlichting aus Hammah sowie der CDU Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann. In einem spannenden und sehr fairen Wettbewerb wurden Silja Köpcke und Jürgen Deden in ihren Positionen bestätigt. Neu zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden wurde Melanie Rost gewählt. Komplettiert wird der Kreisvorstand durch neun Beisitzer sowie Vertretern aus den Vereinigungen.

Statt der üblicherweise zum Parteitag gehörenden Berichte aus den Parlamenten, setzte der Kreisvorstand in diesem Jahr auf ein neues Format. So konnten die Mitglieder im Vorwege und während des Parteitages schriftlich ihre Fragen an die Abgeordneten einreichen. Im Anschluss standen dann Oliver Grundmann für den Deutschen Bundestag und  Helmut Dammann-Tamke sowie Kai Seefried für den Niedersächsischen Landtag Rede und Antwort und hatten exakt 60 Sekunden für jede Antwort zur Verfügung. So konnten viele Themen, von der Grundrente über die Pflege, über die aktuelle Diskussion um die Landwirtschaftspolitik bis hin zur Bildung kurz und knackig angesprochen werden.