Der CDU-Kreisverband hat im Zusammenhang mit der geplanten Streichung von Bahnverbindungen am Bahnhof Hamburg-Harburg, aber auch mit Blick auf immer weitere Verschlechterungen im Service und der Pünktlichkeit auf der Strecke Hamburg-Cuxhaven, ein Forderungspapier an die Deutsche Bahn, die Landesnahverkehrsgesellschaft und den HVV gerichtet.

„Nachdem wir vor gut 10 Jahren eine wirkliche Erfolgsgeschichte mit einer deutlich besseren Anbindung der Region im Schienenpersonenverkehr begonnen haben, erleben wir in den letzten Jahren einen Rückschritt nach dem anderen. Service und Qualität und vor allem die Verlässlichkeit für Pendler haben immer weiter abgenommen. Mit dem Betreiberwechsel vom Metronom auf das Deutsche Bahn-Unternehmen Start waren große Hoffnungen verbunden. Die ersten Monate des neuen Betriebes werden mittlerweile aber auch aus Sicht des Unternehmens Start als missglückt bezeichnet“, ist der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Kai Seefried enttäuscht.

Die aktuellen Planungen, einen Großteil der Fernverkehrszüge nicht mehr im Bahnhof Hamburg-Harburg halten zu lassen, hätte für die Pendler in Richtung Stade und Cuxhaven weitere massive negative Folgen in Bezug auf Verbindungen und die Dauer der Fahrtzeit. „Besonders ist hierbei zu beachten, dass die Verbindung Cuxhaven-Hamburg mit dem Unternehmen Start aufgrund der notwendigen Bauarbeiten im Wesentlichen in Harburg enden wird und damit ein Direktumstieg in Fernzüge nicht mehr möglich ist“, so Kai Seefried. Dies führe zu doppelten negativen Belastungen für Pendler und Fernreisende.

Der CDU-Kreisverband fordert daher eine deutlich verbesserte Koordinierung der verschiedenen Baustellenvorhaben auf Schiene und Straße sowie eine deutlich verbesserte Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf geplante Baustellen und Zugausfälle. Hier soll es bessere und rechtzeitige Hinweise auf den Bahnhöfen und im Internet auf Ausfälle und notwendige Umstiege geben. Die Verbindungen der Fernverkehrszüge über den Bahnhof Hamburg-Harburg sollen aufrecht erhalten bleiben. Die Landesnahverkehrsgesellschaft wird gebeten zu prüfen, ob über die Bereitstellung weiterer Ersatzfahrzeuge für die Verbindung Hamburg-Cuxhaven der Service und die Verlässlichkeit verbessert kann. Hierzu gehört auch die Sauberkeit der Züge. Die immer wieder vorhandenen Einschränkungen des Bahnverkehrs durch vorhandenen Bewuchs entlang der Bahnstrecke oder nicht funktionsfähige Schranken müssen beseitigt werden.  Hierzu gehört auch die Leistungsfähigkeit des elektronischen Stellwerkes in Hechthausen, sowie die Anpassung der Bahnübergänge und der Signaltechnik.

Die Christdemokraten haben zusätzlich das Erscheinungsbild der Bahnhöfe mit in ihren Forderungskatalog aufgenommen. Beispielsweise können Teile des Buxtehuder Bahnhofes derzeit nicht genutzt werden, da das Gebäude einsturzgefährdet ist. Auch die weiteren Bahnhöfe, etwa in Stade, erscheinen wenig einladend. Dabei gibt es in vielen Kommunen innovative Ideen, wie aus den Schandflecken ein einladendes Areal entstehen könnte. Ein Kurswechsel in der Immobilienpolitik der Deutschen Bahn, mit die Ziel, Bahnhöfe an interessierte Kommunen zu verkaufen, wäre wünschenswert. „Zum Erhalt der Attraktivität unserer Region für Ein- und Auspendler muss es das Ziel sein, den Schienenpersonenverkehr auch zukünftig für Pendler interessant und attraktiv zu  halten. Die Chancen  einer weiteren Elektrifizierung der Bahnstrecke bis Cuxhaven sollten für weitere Verbesserungen des Schienenverkehrs genutzt werden. Der Service in S-Bahn und Start und die Anbindungen an den Fernverkehr in Hamburg-Harburg müssen im Sinne der Pendler weiter verbessert werden.  Wir bitten alle Beteiligten darum, diese Perspektive im Blick zu haben: „Fortschritte statt Rückschritte“ muss das Motto lauten,“ so Kai Seefried nach der Sitzung des CDU Kreisvorstandes.