CDU-Kreisparteitag in der Niedersachsenschänke in Fredenbeck

von links nach Rechts: H.H. Ott, H. Krusemark, K. Seefried

von links nach Rechts: H.H. Ott, H. Krusemark, K. Seefried

Fredenbeck. Die CDU im Kreis Stade nutzte ihren diesjährigen Kreisparteitag in der Niedersachsenschänke in Fredenbeck unter dem Motto „Die starke Kraft im Landkreis Stade“, um die eigene Position als „die wirkliche Bürger- und Mitmachpartei“ zu unterstreichen. Der CDU-Kreisvorsitzende Kai Seefried hob in seinem Jahresbericht hervor, dass die CDU im Kreis Stade auf allen politischen Ebenen die stärkste politische Kraft ist und aus dieser Position der Stärke auch in Richtung Zukunft arbeitet. An verschiedenen Beispielen aus der aktuellen Politik, wie einer „falschen Bildungspolitik“ oder „Rot-Grün als Bauernschreck“ warb Seefried dafür, dass sich Engagement in der CDU lohnt und für die Zukunft unserer Region zwingend notwendig ist. Nachdenkliche Worte brachte Seefried gerade mit dem Blick auf den 25. Jahrestag anlässlich des Mauerfalls. Er betonte „die Menschen, die in einem Unrechtsstaat Verantwortung übernommen haben, dürfen heute in keinem Parlament Verantwortung übernehmen und schon gar nicht in Regierungsverantwortung“. Die aktuelle Situation in Thüringen sei für ihn schockierend.

Podium wirbt für politische Beteiligung

von links nach rechts: T. Vagts, H. von Limburg, J. Nordlohne. M. Eble. M. Roesberg

von links nach rechts:
T. Vagts, H. von Limburg, J. Nordlohne. M. Eble. M. Roesberg

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion warb die CDU insbesondere mit Blick auf die Kommunalwahlen 2016 dafür, dass ein Engagement in der CDU richtig und lohnenswert ist. Auf dem Podium, das von Jens Nordlohne moderiert wurde, standen Michael Eble, CDU-Fraktions-vorsitzender aus Jork, Heide von Limburg, CDU-Ratsfrau in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, Torben Vagts von der Jungen Union in Harsefeld und Landrat Michael Roesberg. Landrat Michael Roesberg unterstrich hier, wie auch in seinem Grußwort zu Beginn des Parteitages, dass es wichtig ist, dass es engagierte Bürgerinnen und Bürger gibt, die sich für ihr eigenes Zuhause und damit auch für unseren Landkreis engagieren. Er skizzierte die großen Herausforderungen des Landkreises in den nächsten Jahren, insbesondere in den Bereichen der Wirtschafts- und Verkehrspolitik. „Unsere Region darf von der guten Entwicklung der letzten Jahre nicht abgehängt werden“, so Roesberg.

Hermann Krusemark wird Ehrenvorsitzender

Im Rahmen des Parteitages ehrte die CDU ihre langjährigen Mitglieder für 40- und 50-jährige Mitgliedschaft. Eine ganz besondere Ehrung stand dann aber auch im Mittelpunkt des Parteitages. Hermann Krusemark aus Stade wurde zum neuen Ehrenvorsitzenden des CDU-Kreisverbandes ernannt. Damit hat der CDU-Kreisverband Stade mit Krusemark und Hans-Hermann Ott aus Bützfleth zukünftig zwei Ehrenvorsitzende. Krusemark war zunächst 5 Jahre stellvertretender Kreisvorsitzender und anschließend von 2004 bis 2009 Vorsitzender der CDU im Kreis Stade. Kai Seefried beschrieb ihn in seiner Laudatio als verlässlichen und immer herausragend engagierten Menschen, der auch gerade in schwierigen Situationen ohne lange zu überlegen für die CDU da ist und sich damit besondere Verdienste erworben hat.

Dammann-Tamke, Grundmann und Ferlemann berichteten

Der CDU-Landtagsabgeordnete und Kreistags-Fraktionsvor-sitzende Helmut Dammann-Tamke beschrieb in seinen Ausführungen insbesondere die Rot-Grüne Landespolitik, die sich gegen den ländlichen Raum und damit auch gegen unseren Landkreis Stade richtet. „Die Auswirkungen nach 1,5 Jahren Rot-Grün in Niedersachsen seien bereits heute fatal“, so Dammann-Tamke. Oliver Grundmann und Enak Ferlemann berichteten aus dem Deutschen Bundestag. Sie hoben die aktuellen Haushaltsberatungen hervor, in denen nach über 40 Jahren zum ersten Mal ein ausgeglichener Bundeshaushalt vorgelegt wird. Weiterhin gingen sie intensiv auf die aktuelle Sicherheitslage in der Welt und die besondere Verantwortung Deutschlands ein. Oliver Grundmann stellte in seinem Bericht die wirtschaftspolitische Verantwortung der CDU heraus berichte zum Sachstand des Freihandelsabkommens.

Autobahnen Dauerthema – Über 10.000 Unterschriften für Petition

Die A26 mit der geplanten einspurigen Eröffnung war bei allen Berichten und Reden während des Kreisparteitages Dauerthema. Seefried und Dammann-Tamke unterstrichen die eindeutige Position der CDU für eine komplette Öffnung der A26 einhergehend mit Verkehrslenkenden Maßnahmen im Alten Land und in Dammnausen. Die CDU-Kreistagsfraktion hat hierzu auch bereits einen Antrag in den Stader Kreistag eingebracht. Landrat Roesberg forderte: „Eine Autobahn die fertig ist, muss auch in Betrieb genommen werden“. Die Mittelstandsvereinigung im Landkreis Stade hat mit ihrer hierzu gestarteten Onlinepetition mittlerweile über 10.000 Unterstützer gefunden. Der MIT Kreisvorsitzende Henning Münnecke dankte der CDU hier für die tatkräftige Unterstützung auch mit Infoständen. In den nächsten knapp 14 Tage wird die Unterschriftensammlung noch weitergehen und im Anschluss an den Niedersächsischen Landtag übergeben. Auch der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann hält die komplette Öffnung und Inbetriebnahme der A26 für den richtigen Weg und verwies im Zusammenhang mit der A20 und dem geplanten Elbtunnel bei Drochtersen darauf, dass hier der Druck durch das Bundesverkehrsministerium nicht nachlassen werde. Die Planfeststellung für den A20 Tunnel sei danach kurzfristig zu erwarten und dann solle auch umgehend die öffentliche Ausschreibung für den Bau und den Betrieb erfolgen.