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Seefried mit 99 Prozent bestätigt

Kreisvorstand 2015

Der neu gewählte CDU Kreisvorstand

Harsefeld. Im Mittelpunkt des Parteitages der CDU im Landkreis Stade standen die Wahlen des neuen Kreisvorstandes, die Flüchtlingskrise und die Kommunalwahl 2016. Der CDU-Kreisvorsitzende Kai Seefried nutzte bereits seine Worte zur Begrüßung und Eröffnung des Parteitages, um auf die aktuelle Flüchtlingskrise einzugehen. Dabei forderte auch er ein geordnetes Verfahren und eine Geschlossenheit in Europa und Deutschland und hier auch ein konsequentes Handeln der Bundesländer .“Ansonsten“, so Seefried, „werden wir das nicht schaffen.“ Ganz bewusst habe er diese Aussage gewählt, damit sie eben nicht so verkürzt dargestellt werde wie die Aussage der Bundeskanzlerin. Damit distanzierte sich Seefried jedoch nicht von Angela Merkel, sondern machte deutlich, dass auch Angela Merkel sich in der gesamten Debatte viel differenzierter eingelassen habe, es medial aber immer bei der verkürzten Aussage „Wir schaffen das“ geblieben sei. Im Grundsatz waren sich alle weiteren Redner des Parteitages bei der Forderung nach mehr Geschlossenheit, insbesondere in Europa einig.

Die Einstimmung hierzu gab Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy, der im Rahmen eines geistlichen Wortes zu Beginn des Parteitages an die christlichen Werte und die Nächstenliebe in der aktuellen Flüchtlingskrise appellierte. Landrat Michael Roesberg nutzte sein Grußwort, um den vielen Ehrenamtlichen und auch insbesondere den Hilfsorganisationen, die derzeit die Notunterkünfte betreiben, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Verwaltungen, für ihre herausragende Arbeit zu danken.

Der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann richtete in seinem Bericht den Fokus insbesondere auf die Fluchtursachen und forderte an dieser Stelle, dass Europa viel aktiver werden müsse, ansonsten ließe sich der Flüchtlingsstrom nicht reduzieren. Als Gastredner begrüßte die hiesige CDU den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Jens Nacke, der unter der Überschrift „Rot-Grün wird den Herausforderungen unseres Landes nicht gerecht“, insbesondere auf die Verantwortung der Länder einging. In Niedersachsen habe es nach dem Regierungswechsel faktisch keine Rückführungen von abgelehnten Asylbewerbern mehr gegeben. Nacke forderte daher, dass das verschärfte Asylrecht jetzt endlich auch in Niedersachsen Anwendung finden müsse und abgelehnte Asylbewerber konsequent in ihre Heimat zurückgeführt werden. Vor einer Abschiebung stünde immer die freiwillige Rückreise. Wer diese nicht nutze, müsse dann auch abgeschoben werden. Laut Nacke befinden sich derzeit rund 19.0000 ausreisepflichtige Menschen in Niedersachsen. Der Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann und der Landtagsabgeordnete Helmut Dammann-Tamke warben für eine aktive Mitarbeit in der CDU und auch bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr. Beide waren sich einig, dass gerade in politisch schwierigen Zeiten eine aktive Mitarbeit in der Politik gefordert ist und die CDU gerade vor Ort im Landkreis Stade sehr gut aufgestellt ist.

Kai Seefried

Der wiedergewählte Vorsitzende Kai Seefried MdL

Bei den Vorstandswahlen wurde Kai Seefried mit einem Wahlergebnis von 99% erneut zum Kreisvorsitzenden gewählt und geht damit bereits in das 7. Jahr seiner Amtszeit. Als Stellvertreter wurden Silja Köpcke aus Jork mit 95 Stimmen, Alexander Krause aus Buxtehude mit 92 Stimmen und Jürgen Deden aus Harsefeld mit 89 Stimmen gewählt. Alexander Krause hatte sich zum ersten Mal für diese Position beworben und damit Gerhard Behrmann abgelöst, der nicht erneut kandidiert hat, um sich stärker in der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU zu engagieren. Als Schatzmeister wurde Matthias Steffen aus Stade mit 97 Stimmen im Amt bestätigt. Zum Vorstand gehören daneben noch 9 Beisitzer sowie 6 Vertreter der verschiedenen Vereinigungen die auf Kreisebene aktiv sind.

Die Mitglieder haben auch zwei Anträge der Kommunalpolitischen Vereinigung zur Flüchtlingskrise angenommen. Hier sprach sich die CDU für eine Ausbildungsallianz von jungen Flüchtlingen sowie ein gezieltes Einwanderungskonzept aus.

Ausbildungsallianz für junge Flüchtlinge im Landkreis Stade gründen

Schaffung alternativer Einwanderungsmöglichkeiten

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