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Partnerschaftstreffen zum Tag der Deutschen Einheit

Grenze25 Jahre Wiedervereinigung – für die Kreisvereinigung Stade der Senioren-Union der CDU ein Anlass, das jährliche Treffen mit ihrer Partnervereinigung aus Stendal (Sachsen-Anhalt) an die ehemalige „Inner-deutsche Grenze“ (IDG) zu verlegen. Den fast fünfzig Teilnehmern beider Vereinigungen vermittelte dieser Tagesausflug am 2. Oktober 2015 nach Sachsen-Anhalt einen eindrucksvollen Einblick in die damalige Realität der deutschen Teilung. Es war, ein Viertel Jahrhundert nach der Beseitigung der Grenze, für nicht wenige der erste direkte Kontakt mit den Grenzanlagen und -kontrollen der ehemaligen DDR.

Grenzanlagen bei Hötensleben

Grenzanlagen bei Hötensleben

Treffpunkt war das „Grenzdenkmal Hötensleben“. Dort sind auf Initiative der Gemeinde, direkt an der ehemaligen IDG etwa 20 km südlich von Helmstedt gelegen, etwa 400 m der Grenzbefestigungen praktisch mit allen Einzel-heiten  „Grenzmauer“, Grenzzaun aus „Streckmetall“, Kolonnenweg, Fahrzeugsperren usw.  erhalten geblie-ben, und die örtlichen Führer bereicherten die Besichtigung mit ihren sehr lebendigen und authentischen Schilderungen der Verhältnisse an dieser Grenze bis zur Öffnung im November 1989.

Von den ursprünglich ca. 35 Hektar umfassenden Abfertigungsanlagen auf DDR-Seite der ehemaligen Grenzübergangsstelle (GÜSt) Marienborn ostwärts von Helmstedt sind wesentliche Teile als „Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn“ erhalten worden. Allein die Ausmaße der Hallen, Parkplätze oder Überwachungstürme beeindrucken den Besucher. Und die sachkundige Führung durch Anlagen und Abläufe verdeutlichte, welchen Einschüchterungen, Schikanen und Demü-tigungen die Reisenden seinerzeit ausgesetzt waren. In der Stader/Stendaler Gruppe wurden einige an ihre eigenen schmerzlichen Erlebnisse beim Grenzübergang erinnert, andere waren froh, diese Erfahrungen nicht gemacht zu haben.

In der „Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn“

In der „Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn“

Bei deftiger Erbsensuppe aus einer „Gulaschkanone“ der ehemaligen Nationalen Volksarmee und bei einer ausgedehnten Kaffeetafel kamen an diesem strahlenden Frühherbsttag auch persönliche Gespräche und die Pflege der Partnerschaft nicht zu kurz.

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