Auf Einladung der CDU-Landtagsfraktion fand am 9. April 2018 ein Runder Tisch zum Einsatz moderner Verlegetechniken beim Ausbau der Energietrassen statt. Der Netzbetreiber TenneT, das Unternehmen AGS Verfahrenstechnik sowie der renommierte Energiefachmann Professor Lutz Hofmann von der Leibniz-Universität Hannover diskutierten die Chancen und Risiken einer modernen Verlegetechnik vor dem Hintergrund enger zeitlicher Fristen und Akzeptanzproblemen von Energietrassen in der Nähe von Wohnbebauung.

Der Landtagsabgeordnete Kai Seefried, der den runden Tisch mit initiiert hat, zeigte sich zufrieden vom Verlauf der Gesprächsrunde: „Ich erkenne bei allen Beteiligten den Wunsch, die Energietrassen möglichst schmal zu gestalten, um damit mehr Akzeptanz bei den Anwohnern zu erzeugen“. Die AGS Verfahrenstechnik habe mit ihrem Modell der Röhrenverlegung und der Möglichkeit einer aktiven Kühlung einen wichtigen Denkanstoß für die weiteren Planungen geleistet. „Klar ist aber auch, dass die Erprobung neuer Techniken nicht zu deutlichen Verzögerungen in den Planungsverfahren führen darf.“ Für den Erfolg der Energiewende dürfe der zeitliche Druck nicht nachlassen. „Wir wollen hierbei aber die Lösungen, die für Mensch, Natur und Umwelt am verträglichsten umsetzbar sind,“ betont Seefried.

Diese Einschätzung teilten auch Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann sowie Umwelt- und Energieminister Olaf Lies, die ebenfalls der Einladung in die CDU-Landtagsfraktion gefolgt waren. Beide Minister machten deutlich, dass sie eine innovative niedersächsische Lösung für eine moderne Erdverkabelung begrüßen würden. Zur Unterstützung dieser Bemühungen sei gegebenenfalls auch eine Innovationsförderung denkbar. Allerdings müssten noch bestehende Zweifel an der Marktreife des verwendeten Kühlsystems zur Zufriedenheit aller Akteure ausgeräumt werden.

Seefried appellierte an die Teilnehmer des Runden Tisches, die Impulse des Gesprächs aufzunehmen und die noch offenen technischen Fragen zu klären. „TenneT hat sehr deutlich gemacht, dass das Unternehmen aktuell mehrere innovative Verlegetechniken auf ihre Einsatzbarkeit prüft. Es ist ein Erfolg für Niedersachsen, dass das Unternehmen AGS Verlegetechnik aus Stade zu diesem Kreis gehört.“ Um nicht gegenüber den Mitbewerbern in Rückstand zu geraten und auch die letzten Zweifel an der aktiven Kühlung auszuräumen, sei denkbar, zunächst ein Pilotprojekt in ursprünglich geplanter Trassenbreite durchzuführen, um hier im Anschluss die Auswirkungen einer aktiven Kühlung zu erproben. So könne beim Auftreten von Problemen zügig reagiert werden.