Landkreis Stade. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, besuchte am vergangenen Donnerstag die hochschule 21 in Buxtehude und informierte sich über die Arbeit der Jugendbauhütte des Landkreises Stade im Museum Altes Land in Jork. Im Anschluss führte den Minister sein Besuch im Landkreis Stade auch noch in das CFK Valley, um dort Förderbescheide für weitere Forschungsprojekte zu überreichen. Auch für die hochschule 21 hatte der Minister gute Nachrichten im Gepäck. Normalerweise wäre nach der bei der Privatisierung der Hochschule geschlossenen Vereinbarung die finanzielle Unterstützung des Landes Niedersachsen bis 2023 komplett ausgelaufen. Bereits in den vergangenen Jahren wurde der Landeszuschuss Jahr für Jahr von ursprünglich 1,4 Millionen um jährlich 200.000 Euro zurückgefahren. Hier hat der neue Minister jetzt entschieden, die derzeit bestehende Förderung in einer Höhe von 600.000 Euro pro Jahr bis 2023 festzusetzen und keine weiteren Reduzierungen vorzunehmen. Neben der sehr erfolgreichen Arbeit der Hochschule im Bereich Bau und Gesundheit mit einer sehr guten Entwicklung der Studierendenzahlen ist die neue Entscheidung des Ministers eine gute Grundlage für die Arbeit in den nächsten Jahren und unterstreicht die Unterstützung durch das Land Niedersachsen. „Wir sehen uns seit der Entstehung der privaten Hochschule durchaus als so etwas wie der Patenonkel“, beschrieb Thümler die Unterstützung durch das Land und lobte die immer wieder neuen und innovativen Ansätze der Hochschule, um auf aktuelle Entwicklungen und Bedarfe im Bereich des Bau- und des Gesundheitswesen einzugehen. „Die hochschule 21 ist in ihrer jetzigen Form eine wirkliche Erfolgsgeschichte und man sieht und erlebt, dass jeder hier investierte Euro gerade auch für das Land Niedersachsen gut angelegt ist“, bestätigte der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut Dammann-Tamke. Im Anschluss an ein Fachgespräch mit der Hochschulleitung und den Vertretern des Aufsichtsrates folgte ein Rundgang durch die Forschungslabore und ein Austausch mit den Studierenden.

Jugendarbeit im Denkmalschutz

Im Museum Altes Land informierte sich der Minister über die Arbeit der Jugendbauhütte im Landkreis Stade. Bereits seit 9 Jahren besteht die Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz im Landkreis und gehört damit zu einer der Jugendbauhütten, die es mittlerweile in 14 Bundesländern gibt. Der CDU-Landtagsabgeordnete Kai Seefried führte zur Begrüßung aus, dass es ihm wichtig sei, dem Minister einmal einen persönlichen Eindruck davon zu vermitteln, welche hervorragende Jugendarbeit durch die Jugendbauhütten geleistet werde und wie nachhaltig die Arbeit für die persönliche Entwicklung der Jugendlichen, aber insbesondere auch für den Denkmalschutz sei. Neben der finanziellen Unterstützung des Landkreises und weiterer Partner sei daher auch die Unterstützung durch das Land Niedersachsen notwendig. Die Leiterin der Stader Jugendbauhütte, Eva Pfennig, stellte dem Minister die verschiedenen Einsatzorte der mobilen Gruppe der Jugendbauhütte vor, die sich über ganz Niedersachsen erstrecken. Durch die Arbeit der Jugendlichen konnten an vielen Orten Denkmäler erhalten und insbesondere die Arbeit von ehrenamtlich organisierten Vereinen oder kleinen Museen unterstützt werden. Die Jugendlichen selbst nannten als Beweggründe für eine freiwillige Teilnahme an dem Projekt im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres in der Denkmalpflege insbesondere das Interesse, etwas in der Gemeinschaft zu erleben, zu gestalten und mehr Informationen und Kenntnisse über die Arbeit im Baubereich und Denkmalschutz zu erlernen. Durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und das Projekt Jugendbauhütten erleben sie hierfür einen sehr guten Rahmen und insbesondere auch fachkundige Begleitung und Unterstützung. Als Projekt zum Anfassen konnten die Jugendlichen dem Minister dann auch die frisch sanierte Prunkpforte vor dem Museum Altes Land präsentieren. Die Leiterin des Referats Jugendbauhütten, Silke Strauch, machte an diesem Beispiel deutlich, dass es etwas ganz anderes sei, wenn junge Menschen selbst Einblick und Verständnis in die Arbeit des Handwerks und auch insbesondere des Denkmalschutzes erhalten und nach erfolgreichen Projekten sich ganz anders damit identifizierten. Der Minister zeigte sich beeindruckt von dem Projekt und sagte zu zu prüfen, in welcher Form die Arbeit der Jugendbauhütte mit weiteren Projekten im Denkmalschutz verbunden werden könne. In jedem Fall mache es Sinn, auch die Arbeit der Jugendbauhütte in dem durch sein Ministerium beabsichtigten Kulturdialog einfließen zu lassen. Ab Oktober dieses Jahres plant der Minister die Durchführung von fünf Konferenzen, die im Ergebnis ein Leitbild Kultur für Niedersachsen erarbeiten sollen.