Landkreis Stade. Auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Kai Seefried und Helmut Dammann-Tamke war die Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg, Monika Scherf, zu Besuch im Landkreis Stade. Gemeinsam mit Landrat Michael Roesberg nutzten die Abgeordneten die Gelegenheit, der Landesbeauftragten aktuelle Themen und Projekte in der Region vorzustellen. Auf dem Programm standen Besuche und Gespräche in der hochschule 21 in Buxtehude, in der Obstbauversuchsanstalt Esteburg in Jork, im Seehafen Stade, im Natureum Niederelbe, im ABC-Bildungszentrum Hüll und mit dem Verein für Naturerlebnisse e.V.

Die hochschule 21 in Buxtehude präsentierte der Landesbeauftragten einen Überblick ihrer bisherigen Erfolgsgeschichte mit aktuell über 1000 Studierenden. Um diesen Erfolg zu bewahren, ist die hochschule 21 ständig im Prozess, um die Studienangebote aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Besonders die Kombination aus den Bereichen Bauen und Gesundheit bietet weitere Zukunftschancen. Die beiden Landtagsabgeordneten warben auch gegenüber der Landesbeauftragten für die weitere finanzielle Unterstützung seitens des Landes.

Im Obstbauzentrum Esteburg konnte sich die Landesbeauftragte von der besonderen Leistungsfähigkeit aus der Kombination der Forschung, der Beratung sowie der Aus- und Weiterbildung im Obstbau überzeugen. Im Obstanbaugebiet an der Niederelbe bewirtschaften derzeit rund 600 Familienbetriebe eine Fläche von über 10.000 ha. Damit wird an der Niederelbe rund ein Drittel der deutschen Äpfel produziert.

Nicht fehlen im Programm durfte ein Besuch im Stader Seehafen. Derzeit befindet sich wohl kaum ein Projekt der Region so intensiv in der Diskussion wie der Bau eines neuen nationalen LNG-Terminals in Stade. Die Dow plant dort gemeinsam mit weiteren Partnern die Realisierung eines ersten LNG-Terminals in Deutschland. Für die Landesbeauftragte liegen die Vorteile des Standortes Stade auf der Hand: insbesondere die bereits vorhandene Anbindung an das übergeordnete Gasnetz setzt Stade von anderen Alternativstandorten ab. Als weiteres zentrales Zukunftsthema sieht die Landesbeauftragte in diesem Zusammenhang die Entwicklung einer Modellregion Wasserstoff.

Den Abschluss des Tages bildeten Freizeit- und Bildungseinrichtungen. Auf dem ABC-Bildungszentrum in Hüll konnte die Landesbeauftragte die derzeit durch ihre Behörde mitfinanzierte Reetdachsanierung ansehen. Das Natureum in Balje warb für ein weiteres Projekt im Elbe-Küsten-Park. Hier möchte das Natureum eine Moorlandschaft nachbilden. Der Verein für Naturerlebnisse e.V. stellte auf Krautsand die Projekte Vogelkieker, Moorkieker und Tidenkieker vor.

Die Landesbeauftragte zeigte sich am Ende insbesondere von dem guten Zusammenspiel der verschiedenen Akteure in der Region begeistert.